Schüleraustausch USA

Auch in diesem Jahr fand vom 02.- 26.10. 2015 der Schüleraustausch zwischen der Reichspräsident Friedrich Ebert Schule und dem LTC in Cleveland/Wisconsin statt. LTC ist die Abkürzung für „Lakeshore Technical College“. Das College ist das Pendant der hiesigen Reichspräsident Friedrich Ebert Schule Fritzlar/Homberg. Teilgenommen haben daran 12 Schüler, bestehend aus sieben Bankern, drei Landwirten, zwei Groß- und Außenhandelskaufleuten sowie unserer Lehrerin Mascha Gebhart.
Ich habe mich sehr darüber gefreut, an diesem großartigen Austausch teilnehmen zu dürfen.  Besondere Förderung erhielt ich dabei von meiner Ausbildungsstätte, der Raiffeisenbank eG Borken, die mich finanziell aber auch in Form von Sonderurlaub unterstütze.

Am 02.10 traten wir dann gemeinsam die Reise über den Atlantik an. Nach einer  kumulierten Flugdauer von ungefähr zehn Stunden erreichten wir alle wohlbehütet amerikanischen Boden. Gelandet in Chicago, ging es dann nach Wisconsin, genauer gesagt nach Cleveland, wo bereits unsere Gastfamilien gespannt warteten, um uns dann endlich in Empfang zu nehmen.

In den anschließenden drei Wochen konnten wir dann hautnah die amerikanische Kultur erfahren. Eindrucksvoll war vor allem die amerikanische Gastfreundlichkeit, mit der man uns unverblümt zeigte, dass wir willkommene Gäste waren.

 Nach den ersten gemeinsamen Tagen in der Gastfamilie folgten dann aber auch schon unser Sightseeing Programm. So haben wir uns das Capitol in Madison angeschaut, waren im Football Stadion der Green Bay Packers oder fuhren an den Lake Michigan und betrachteten die eindrucksvolle Natur des mittleren Westen.
Weiterhin haben wir an Kursen im College teilgenommen und hatten somit einen direkten Vergleich mit dem Unterricht an unserer Berufsschule in Deutschland.
Das letzte Wochenende vor dem Abflug verbrachten wir dann noch in Chicago. Die sogenannte „Windy City“ am Südwestufer des Lake Michigan war wirklich ein atemberaubendes Erlebnis. So genossen wir bei Dunkelheit den Blick über das beleuchtete Chicago vom zehnthöchsten Gebäude der Erde, dem Willis Tower. Das Ende dieser riesigen Stadt, in der ungefähr 2,7 Millionen Menschen leben, konnten wir allerdings nur erahnen.

Wahrlich ging es natürlich nicht nur darum sich möglichst viele Sehenswürdigkeiten anzuschauen, sondern wollte ich natürlich auch meinen amerikanischen Kollegen einmal über die Schulter schauen und etwas über amerikanische Banken und die Arbeit in einer amerikanischen Bank lernen.
So wurde uns die Möglichkeit gegeben Einblicke in drei verschiedene amerikanische Banken zu erhalten. Eine davon war die „Kohler Credit Union“. Bei dieser Bank waren alle Kunden Mitglieder- also ähnlich wie die genossenschaftliche Idee unserer Raiffeisenbank. Markant waren aber auch die Unterschiede. Zum Beispiel führt hier ein Großteil der Kunden noch handschriftlich Buch über die getätigten Umsätze- Kontoauszugsdrucker existieren in der Regel nicht.

Abschließend kann ich mit Überzeugung sagen, dass diese 3 Wochen die mit Abstand erlebnisreichsten und spannendsten Wochen meines Lebens waren. Ich bin sehr dankbar, dass mir mein Arbeitgeber, die Raiffeisenbank eG Borken diesen Austausch möglich gemacht und kann nur jedem raten der die Chance hat am Schüleraustausch teilzunehmen, es mir gleichzutun!

Johannes Stahl im November 2015